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Ein liebender Mann

Rowohlt Verlag
Reinbek bei Hamburg
März 2008
ISBN: 978-3499253508

Autor:
Martin Walser

19,90 Euro

Ein liebender Mann

Das Buch behandelt die späte Liebe des 73-jährigen Geheimrats und Witwers Johann Wolfgang von Goethe zur 19-jährigen Ulrike von Levetzow. Sie treffen sich in Marienbad und Karlsbad zu einer 49-tägigen Sommererholung, küssen sich und gehen beispielsweise als Werther und Lotte verkleidet auf einen Ball. In der Zeit zwischen den Treffen in den beiden Kurorten liegt Goethes vergeblicher Heiratsantrag, der von seinem Freund und Landesherrn, dem Großherzog Carl-August von Sachsen-Weimar, Ulrikes Mutter überbracht wird. Als Goethe schließlich zurück nach Weimar fährt, schreibt er allein in seiner Kutsche die Marienbader Elegie. Wieder im Haus am Frauenplan wird er von seiner Schwiegertochter Ottilie eifersüchtig überwacht und wartet vergeblich auf einen Besuch seiner Angebeteten. Liebe und Eifersucht, tiefe Empfindung, Lächerlichkeit und Krankheit, dabei die genaue Beobachtung bzw. Selbstbeobachtung sind die großen Themen in Walsers Goethe-Homage.

Martin Walser, Jahrgang 1927, hat es in seinem neuen Roman über große Strecken geschafft, vergessen zu lassen, dass der alte Autor und nicht sein Objekt, der alternde Goethe, zum Leser spricht. Wir mögen Martin Walser nicht besonders, aber dieses Buch ist wirklich gut.